Corona hat mich ausgebremst

Mit Corona kam auch der Frust wieder. Erst habe ich durch die neu eingeführte Homeoffice Regelung viel mehr Zeit für Sport gehabt, aber dann wurden ja auch alle Wettkämpfe abgesagt und somit hatte ich auch kein Ziel mehr vor Augen.

Das ging leider so weit, dass ich mein Triathlonrad im Sommer verkauft habe. Statt dessen habe ich mir ein neues Straßen-Bike für die Arbeit gekauft, welches ich mit Extension, wenn überhaupt, für einen Wettkampf hernehmen wollte. Aber so weit sollte es 2020 nicht kommen.

So brach der Sport wieder ein, Schwimmhalle und Fitnessstudio waren geschlossen, blieb also nur das Laufen… und das dann aber auch nicht mehr so akribisch, wozu auch…

Da es nicht abzusehen war, wann der Corona-Wahnsinn aufhören wird, wurde auch der Schwimmverein gekündigt. Triathlon ade… war schön im Jahre 2018.

Auf geht’s ins neue Jahr…

Das neue Jahr sollte mir wieder neue Ziele setzen… ich war hochmotiviert und habe regelmäßig meine Trainingseinheiten im Schwimmen, Radfahren auf der Rolle und im Laufen abgehalten. Ausgerüstet mit der neuen Polar Vantange V – voller Tatendrang ging die Saison also los.

Ende Februar kam Krafttraining im Fitnessstudio dazu. Ich wollte neue Wettkämpfe und wieder an das Jahr 2018 anknüpfen, doch es kam alles anders…

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Das war’s für dieses Jahr…

Verkorkste Saison… Triathlonabsagen, schlechte Leistungen und keine Trainingserfolge mehr ließen mich dazu bewegen, im Sommer auf Sport zu verzichten. Ich hatte eh bereits ein neues Hobby: Paul, unser neues Famielenmitglied auf vier Pfoten, welcher mich erst im nächsten Jahr beim Laufen begleiten soll und unser „Dicker“ – ein eigenes Wohnmobil für die ganze Familie. Somit rückte Sport in den Hintergrund – ich weiß, einige werden jetzt denken: Wie kannst du nur?“ Aber das ging schneller als ich dachte, aufgrund der fehlenden Leistung fiel mir das noch nicht mal schwer. Die Absage in Altwarmbüchen für die Olymoische Distanz war die logische Konsequenz (Bestzeit wäre das eh nicht geworden).

Somit bleibt mir mein wöchentliches Schwimmtraining, welches ich im Mai im Verein angefangen hatte und lange Spaziergänge mit Paul. Im Herbst werde ich aber langsam mit dem Lauftraining wieder beginnen – aber ob ich noch einmal so ein Jahr wie 2018 schaffe…? Wahrscheinlich nicht – aber man weiß nie was kommt…

diese Jahr ist der Wurm drin…

Mein Training sah bis Ende März wirklich gut aus. Ich hatte mich konsequent an meinem Trainingsplan gehalten. 2x Laufen, 2x Rolle und 2x Schwimmen in der Woche machte unterm Strich ca. um die 6 Stunden Sport in der Woche – im Vergleich lag ich 2018 vor der Mitteldistanz bei ca. 8-10 Stunden. Aber: ich wollte ja nur max. die Olympische Distanz im Triathlon machen.

Im April ging es mir dann gesundheitlich das erste mal nicht so gut, so dass ich die erste Pause von 1 Woche einlegen musste. Nachdem ich dann langsam wieder angefangen hatte, kam die Erkältung in vollen Umfang zurück und ich musste ganze 2 Wochen pausieren – und das wo am 19.05. doch der erste Triathlon anstand.

Nach dieser letzter Pause kam ich nicht mehr ins Training, mein Puls war beim Laufen viel zu hoch, mein Running Index sank in den Keller und ich wusste nicht wo meine Performance abgeblieben war.

Hameln lief dann halbwegs, siehe Wettkampfbericht. Leichte Verbesserung trotz deutlich schlechterer Laufperformance. Aber auch nach Hameln kam ich nicht wieder richtig rein ins Training und musste jetzt sogar die OD in Peine absagen.

Bin gespannt wann es wieder bergauf geht…

das Triathlonjahr beginnt…

Neues Jahr – neue Herausforderungen. Diese Jahr wollte ich mich ganz auf Triathlon konzentrieren. Lange Läufe sollten nicht mehr stattfinden, stattdessen nur kurze Einheiten um an der Pace zu arbeiten.

Ich hatte in allen Bereichen Ende Januar All-Out-Tests absolviert – auf der Rolle konnte ich die Wattzahl steigern, diesmal im 4 minütigen All-Out-Test, hier kam ich auf 260 Watt. Mein All-Out-Test im Laufen zeigte auf einen Kilometer eine Pace von 3:35 und im Schwimmen lag ich bei 100m 1:34 Minuten. Mit diesen Werte konnte mein Training dann effektiv im Februar beginnen.

Kürzere Einheiten haben auch den Vorteil, dass mehr Zeit für die Familie und andere Dinge bleibt.

Zuviel gelaufen und FTP Test auf dem Rollentrainer

Wie ich nach dem Marienburg Marathon festgestellt hatte, sollte ich mit dem Laufen erstmal eine Pause machen. Ich wollte ursprünglich bei Running Paule noch den einen oder anderen Marathon laufen, aber das habe ich lieber gelassen. Immerhin bin ich seit September 674 km gelaufen, davon 3 Marathons und einen Ultra – und irgendwie alles mit reichlich Höhenmetern.

Ich hatte bereits im Oktober mit dem Rollentraining für die nächste Saison angefangen und habe mich dann darauf konzentriert. Meinen ersten FTP Test habe ich noch nach der alten Formel von Roy Hinnen absolviert – einen 20 minütigen All-Out-Test – scheiße Anstrengend. In den 20 Minuten kam ich auf 162 Watt durchschnittlich. Somit hatte ich 154 Watt für die Berechnung des Trainings (Formel: (Durchschnittsleistung der 20 Minuten) x 0,95 = FTP in Watt). Damit hatte ich die erste Grundlage für mein Watt gesteuertes Training.

 

Laufbericht Marienburg Marathon

Das Wetter war typisch für einen Novembertag… trüb, grau und nass. Egal, ich wollte noch einen weiteren Marathon – und diesmal hatte ich mir eine Zielzeit von 3:30 Stunden in meiner Polar eingestellt. Die Laufstrecke war zweigeteilt – der erste Abschnitt Richtung Marienburg ging bergauf und war recht wellig, der zweite Teil ging ins weite Land und zog sich recht ordentlich. 2x mussten wir über, bzw. durch die Burg… das war schon recht cool – netter Verpflegungspunkt im Burginnenhof.

Ich blieb meiner Zielzeit immer ein paar Minuten zurück, aber auf der 2. Runde wurde es dann schlimmer. Ich musste ein paar bergauf Passagen wieder gehen und wusste das es Anstrengend wird. Im zweiten Teil musste ich dann echt kämpfen die Pace zu halten – gelang mir aber nicht mehr. Zudem war es kalt, die Beine taten weh und ich wollte auch irgendwann nicht mehr. Auch ein Bekannter, der mich zum Schluss überholte, konnte mich nicht mehr motivieren.

Ich kam langsam mit einer Zeit von 3:51:15 ins Ziel und war platt. Freude sah anders aus.

Nachdem ich später das Zieleinlaufvideo auf der Homepage gesehen habe, wurde mir klar, dass ich so nicht weiter machen kann. Mein Laufstil sah alles andere als Gesund aus und ich fragte mich, ob das alles gut für mich sein. Vielleicht bin ich nicht der Typ für jeden Woche einen Marathon oder sogar Ultra…?