Mein Bruder hatte mich animiert mich dort auch anzumelden – und was soll ich sagen, ich war noch nie auf dem Broken – warum nicht mal während eines Marathons…?
Also sind wir morgens zusammen nach Wernigerode gefahren um einen schönen sonnigen Tag zu haben – vielleicht auch mit einer guten Zeit – immerhin geht es nach dem Broken über 20 Kilomter bergab…
„Der macht Aua“ – das sagte ein erfahrener Ultraläufer aus der Läufergruppe von Detlef… Dazu am Ende aber mehr…

Die Laune war super ich wollte endlich los… Die ersten 10 Kilometer sollte es recht gerade mit ein paar mal rauf und runter gehen – da holte ich auch ein paar Minuten raus. Optimistisch wie ich war stand auf meiner Uhr wieder die Zielzeit von 3:45 Stunden. Nach 10 Kilometer hatte ich auch ein Polster von 3:30 Minuten – trotz eines Überschlages aufgrund zu schnellem bergab mit Rolle über den Rücken und zurück in den Laufschritt – man, das tat weh… blutiges Knie und blutigen Ellenbogen – aber weiter gings…
Nach dem ersten Verpflegungspunkt ging es dann bergauf zum Broken – und zwar nur noch bergauf…

Aus meinem Polster wurde bis zum Broken ein Minus von knapp 20 Minuten… Jeder VP war gerne gesehen – und es gab alles an den VPs… Daumen hoch für diese gute Organisation.

Was eine traumhafte Aussicht an diesem Tage… Am Anfang dieses Plattenweges habe ich das Laufen dann aber doch eingestellt und bin bis zum Gipfel gegangen. Kurz nach 11 Uhr war ich auf dem Gipfel angekommen und freute mich auf das bergab.

Geschafft – jetzt geht es nur noch bergab… Glaube ich jedenfalls – oder kam da noch eine oder zwei Steigungen? Bergab macht aber auch nur eine gewisse Zeit Spaß, dann wird auch bergab sehr anstrengend. Meinen Plan mit 3:45 habe ich beim Aufstieg schon auf 4 Stunden angepasst – und das könnte von der Zeit her klappen, wenn nichts mehr dazwischen kommt. Aber bei Kilometer 33 ging es tatsäschlich wieder bergauf – warum das denn? Das schafften meine Beine nicht mehr und ich musste wieder gehen. Das Minus auf meiner Uhr wurde wieder größer, nachdem ich langsam was abgebaut hatte. Die Zeit mit 4 Stunden war dann auch futsch – und es war mir jetzt egal… die Zeit war nicht mehr so wichtig, viel wichtiger war es nicht mehr bergauf zu laufen – aber bei Kilomter 37 ging es wieder bergauf – wieder gehen. Jetzt hatte ich nur noch den Willen, diesen Lauf irgendwie zu Ende zu bringen – aber das Ende ließ auf sich warten – die letzten Kilometer schienen immer länger zu werden. Auf meiner Uhr war der Lauf schon vorbei – aber ich konnte das Ziel nur hören – noch nicht sehen… Dann – endlich, es war vorbei…

Man – der Lauf hat echt „Aua“ gemacht – beim Laufen und im nachhinein auch – auch die nächsten Tage noch… Dieser Lauf gehört für mich definitiv in den Kategorie „einmal muß der wohl gelaufen werden – aber das reicht dann auch“. 4:10:41 Stunden habe ich für diese 1142 Höhenmeter gebraucht.