Im Anschluss an die spezifische Phase folgte die Phase des Tapern… das zuspitzen. Kürzere Einheiten mit mehr Intensität… aber vorher zum Ende der spezifischen Phase noch schnell zwei neue Rekorde gelaufen: Meine Halbmarathonzeit auf 1:35:31 verbessert und zwei Tage später noch die 10 km Zeit unterboten auf jetzt 41:38…
Dann lud mich mein Bruder auf eine reine Radveranstaltung ein, eine RTF über 119 km. Ich überlegte nicht lange, da die letzte lange Radeinheit auf meiner Rolle zuhause war. In so einer großen Gruppe bin ich noch nie gefahren und überhaupt… Windschattenfahren ist ja total geil… Die erste Hälfte der Strecke hatte ich einen Schnitt von knapp 35. Ok, mein Bruder war schnell weg und fuhr um einiges schneller, aber so war das halt bei uns – ich war immer im Laufen weg, dann konnte er das bei Radrennen genauso machen.
Meine Pace im Laufen lag jetzt fast immer so im Bereich von 4:20 bis 4:40 und mein Radschnitt ging in den Tempoeinheiten bis auf 35,3 hoch… Eigentlich fühlte ich mich hochmotiviert und hatten schon einmal den Gedanken gehabt, meinen Bruder in der Mitteldistanz schlagen zu können – seine Kommentare zu meinen läuferischen Fähigkeiten untermalten diesen Gedanken. Aber: mein Bruder hat radikal an Gewicht seit März verloren und legt auf einmal eine Pace im Laufen hin welchen ebenfalls weit unter der 5 Minuten Marke war… da fehlt nicht mehr viel. Auch seine Radzeiten von teilweise einem 38er Schnitt waren echt schnell. So war der Gedanke auch schnell wieder weg. In Bokeloh auf der Volksdistanz werden wir sehen wie weit wir noch auseinander liegen…

Auszug aus meinem Polar Flow Mai 2018
Meine Taperingphase ging dann am 02.06.2018 nach insgesamt 31 Wochen Trainingsplan zu Ende… Ich fühle mich Fit, habe aber vor der Schwimmstrecke im Kanal einen riesen Respekt.
Ich habe in den letzen 31 Wochen 1975,98 km auf der Rolle, 1173,09 km beim Laufen, 803,31 km auf dem Rad, 98,05 km beim Schwimmen und 16 Stunden mit Athletiktraining verbracht… morgen wird es ernst!