Nach ein paar Trainingseinheiten stand ja schon wieder der nächste Wettkampf an – bei miesem kühlen Wetter mit viel Regen. Es war einfach nur Grau und das Regenradar sah an diesem Tage echt nicht gut aus. Egal – sollte wohl mein erster Triathlon im Regen werden. Das Freibad in Wunstorf war ja beheizt…
Wieder mit meinem Bruder getroffen und in strömenden Regen die Wechselzone eingerichtet. Es war so nass, dass das die Wiese im Freibad nicht lange überleben sollte. Nur gut das wir vom Volkstriathlon vor der Verbandsliga starten. Mein Bruder war zwei Startgruppen vor mir, so dass ich mir im strömenden Regen sein Schwimmen anschauen konnte. Als ich dann dran war lichtete sich der Himmel, bin zwar bei Regen noch ins warme Wasser zum einschwimmen gegangen, aber der Regen ließ dann tatsächlich nach. Außerhalb des Wassers war es aber Arschkalt und ich war froh als es endlich losging. Diesmal wollte ich die ganzen 500 Meter Kraulen und ich habe es auch endlich geschafft. Ich habe das Becken nach 10:16 Minuten verlassen und auf dem Weg zum Rad habe ich schon keine Wiese mehr gesehen – es war alles nur noch Matsch. Ich zog mir aufgrund der Kälte ein langes Oberteil drüber und habe versucht halbwegs sauber in meine Radschuhe zu kommen. Wir mussten mit dem Rad noch eine ziemlich lange Strecke über den ganzen Matsch laufen, bis wir endlich am Radstart waren.
Aufs Rad rauf und mein linker Schuh wollte sich einfach nicht einklicken – zu viel Matsch dran. Egal – muss auch so gehen. Da ich bis dato noch nie bei Regen unterwegs war, wollte ich die Radstrecke eh ruhig angehen. Es hatte zwar nicht mehr geregnet, aber die Strecke war noch Nass mit Pfützen. Die Radstrecke hat drei Steigungen und die erste davon war echt fies, da ging es bei mir bis auf 13 km/h runter… ich war ein Flachlandfahrer, da es in meiner Gegend nur Autobahnbrücken als Steigung gibt. Bergab war ich dann sehr vorsichtig, besonders in den Kurven. Das Wetter lichtete sich immer mehr und sogar die Sonne kam raus. Gott sein Dank habe ich die Radstrecke ohne Unfall überstanden und kam nach 40:14 Minuten wieder zur Wechselzone – einen Schnitt von 31,5 km/h… bei diesem Wetter ging das für mich in Ordnung und ich bin wieder über den Matsch zu meiner Wechselzone mehr oder weniger gerutscht…
Rein in die Laufschuhe und vorsichtig Richtung Laufstart – war echt rutschig… Die Laufstrecke war ein Rundkurs von 1,25 km welcher 4x gelaufen werden musste. Immer auf der Geraden am Freibad stand mein Bruder da schon und hat mich angefeuert. Ich lief ganz gut, konnte die Pace aus Hameln aber nicht gehen und kam mit 23:25 Minuten ins Ziel – eine Pace von 4:41. Schade eigentlich – das hätte schneller klappen können.
Insgesamt konnte ich diesen Triathlon mit einer Zeit von 1:19:02 zu Ende bringen. Das mit dem Schwimmen hatte mich diesmal sehr gefreut, Radfahren war in Ordnung aber Laufen hätte besser gehen müssen. Naja – mein Bruder hatte wieder eine sehr gute Zeit und wurde auch wieder 1. in unserer Altersklasse. Aber als wir auf die Ergebnislisten schauten stand beim 3. Platz doch tatsächlich mein Name. Geil – ein Treppchenplatz…
Was ein Tag, erst der Regen, dann das Treppchen… aufgerufen mit „Wo ist der Colonel?“ – ich hatte mich zum ersten mal mit meinem Slogan „der Colonel läuft…“ angemeldet – ging ich auf das Podest. Mein Bruder und ich zusammen bei der Siegerehrung – das war für mich ein sehr emotionaler Moment voller Freude – und ein schöner Saisonabschluss.