Olympische Distanz – es war wieder so weit. Diesmal allerdings ohne meinen Bruder, da er verpennt hatte sich anzumelden und keinen Startplatz mehr bekommen hatte. Er startete bei einer kürzeren Distanz in Celle.
Dieses Wochenende waren bei uns sehr gute Freunde aus Füssen zu Besuch. Ich verabschiedete mich am Samstag Abend schnell und bin früh zu Bett gegangen – hatte ein großes Ziel angepeilt – mal wieder eine Zeit von 2:30 Stunden. Bei dem guten Jahr sollte das drin sein…
Das Wetter war recht kühl und windig, aber sonnig. Ab mit Sack und Pack zum Altwarmbüchener See. Einchecken und die Wechselzone eingerichtet, da kamen auch schon meine Freunde aus Füssen nach, sie wollten mal einen Triathlon sehen. Meiner Familie selber war der Tag zu kühl um ihn am See zu verbringen.

Allerdings war es die Tage zuvor zu warm, denn kurz vor der Wettkampfbesprechung wurde mitgeteilt, dass das Wasser für den Neopren zu warm sein. 0,1 Grad um genau zu sagen – Neoverbot! Ach du scheiße, dachte ich – gar nicht gut. War aber nicht zu ändern, also zur Wettkampfbesprechung und dann ab ins Wasser zum warm schwimmen. Das Wasser war kalt, ging aber. Nur sobald man draußen war, ging es mit dem Wind gar nicht – Arschkalt… und wir mussten Minutenlang am Strand auf den Start warten. Bibbern war angesagt. Meine Taktik fürs Schwimmen war aufgrund des Neo Verbotes folgende: langsam Kraulen und die anderen alle vorbei lassen. Aber es sollte mal wieder anders kommen, der Wind sorgte für heftigen Wellengang und damit bei mir wieder für reichlich Wasser zum schlucken… Kraulen war mal wieder zum vergessen und ich hatte selbst Probleme mit Brustschwimmen. Es war ein Graus; und das wieder über 2 endlos lange Runden. Ich glaube ich bin diesmal nur die letzten 50 Meter ins Kraulen gekommen – absolut schlecht. Als ich aus dem Wasser kam, war mir klar das das keine Zeitverbesserung zum Vorjahr war – aber die Zahl die ich auf meiner Uhr sah schockierte mich… 44:11 Minuten! Für 1500 Meter – das war ja die mieseste Zeit die ich je geschwommen bin! Das Ziel von 2:30 Stunden konnte ich wohl knicken…

Na – dann mal in die Wechselzone und fürs Rad fertig machen, die Vorfreude bzgl. des Windes hielt sich in Grenzen – aber meine Freunde feuerten mich an… Das tat nach dem Schwimmen echt gut.

Ich kam gut rein, aber das lange Stück Landstraße nach der Ortschaft mit Gegenwind forderte den ersten Tribut – der Schnitt ging bin auf 22 km/h runter. Motiviert hatte mich da nur der Gedanke dass es diese Strecke auch wieder zurück ging – und dann mit Rückenwind. Ich konnte gut überholen und habe teilweise Spitzengeschwindigkeiten von über 50 km/h gehabt. Diesmal nicht nur mit reinem Wasser unterwegs konnte ich unterwegs auch meine Energiereserven wieder auffüllen und so kam ich nach 1:11:42 wieder zur Wechselzone. Das war zwar nur ein Schnitt von 32,6 – aber eine Verbesserung zum Vorjahr.

Meine Bekannten standen in dem Bereich wo ich mit dem Rad rein kam und wollten dann beim Laufstart auf mich warten – da war ich dann aber wohl zu schnell, ich war nach einem sehr guten Wechsel echt schnell auf der Laufstrecke. So schnell das ich fast vergessen habe meine Uhr wieder zu starten. Die Pace lag recht schnell bei 4:30 und diesmal hielt ich die Zeit auch. Die Laufstrecke war anstrengend aber ich konnte gut überholen; und das macht mir am meisten Spaß. In der zweiten Runde musste ich beißen um die Pace zu halten, rutschte teilweise ein bisschen ab Richtung 5 Minuten. Kurz vor Schluss Richtung Ziel drehte ich dann noch mal auf und beendete den Lauf mit einer Zeit von 44:25 Minuten – eine Pace von 4:31 pro Kilometer.

Ich wurde 40. in der Gesamtwertung (7. in der AK) mit 2:42:50 Stunden – immerhin eine Verbesserung zum Vorjahr, aber wieder nicht die 2:30 Stunden. Das Schwimmen hat mir mein Ziel vermasselt – mit der Schwimmzeit vom letzten mal hätte es klappen können… hätte, hätte, hätte… Schwimmen bleibt halt mein Begrenzer und da muss ich weiter dran arbeiten.
Was mich beruhigte, waren die Gespräche der anderen Teilnehmer nach dem Wettkampf in der Wechselzone – scheinbar hatte heute viele Probleme mit dem Schwimmen gehabt. Naja, ein kleiner Trost…
Dennoch war es wieder ein toller Wettkampf gewesen.