Wettkampfbericht Triathlon Hameln

Da ich in diesem Jahr mehrere Wettkämpfe im Triathlon antreten will, liegt der Fokus meines Trainingsplan nicht alleine auf der Sprintdistanz. Aus diesem Grund war ich gestern auch noch auf einer Trainingsfahrt von 54 km unterwegs. Dennoch war ich hochmotiviert –  Hameln ist auch meiner erster Triathlon wo im Freibad geschwommen wird. Neo konnte also zuhause bleiben.

Morgens früh aufgestanden, ein gutes Frühstück gehabt und noch eine Runde Gassi mit meinem Hund. Dann die Sachen ins Auto, dass Fahrrad aufs Auto und los Richtung Hameln. Mit meinem Bruder traf ich mich vor dem einchecken auf dem Parkplatz. Mein Bruder gab mir zum testen eine sogenannte Eistüte – ein Aerohelm mit Zipfel hinten. Reifendruck kontrolliert und dann ab in die Wechselzone um alles einzurichten. Der dritte Wettkampf – so langsam kommt Routine rein. Diesmal hatte ich auch endlich einen Einteiler, damit fiel das umziehen nach dem Schwimmen aus. Ich war zwar skeptisch, da es an diesem morgen noch recht kühl war – aber mein Bruder meinte das wäre nicht schlimm. Na dann…

Die Einteilung im Freibad ergab 8 Schwimmer auf jeder Bahn, insgesamt 64 Schwimmer im Becken. Wir sprachen uns vorher ab wer welche Zeiten ca. schwimmt, damit die schnellen vorne weg können. Ich meinte vorsichtig das ich so um die 9 min auf 500 Meter brauchen könnte und war dann damit wohl der schnellste von uns acht und sollte als erster los – na, ob das gut geht und ich nicht doch übertrieben hatte? Meine bisherigen Schwimmergebnisse bei den Wettkämpfen waren ja nicht die besten… aber im Training sah es bei 500m im Freibad gar nicht so schlecht aus.

Countdown läuft… Startschuss, Abstoß und mit Kraulen begonnen – zu schnell, es kam ein heftiger Wellengang dazu (bei 64 Schwimmern im Becken durchaus nicht verwunderlich) – ich schluckte auf der ersten Bahn so viel Wasser das ich schnell wieder langsamer wurde, dass atmen wurde hektischer… Ich wurde auf der 2. Bahn bereits von den anderen überholt, ich musste auf Brust wechseln. Man, war mir das peinlich. Ich kam überhaupt nicht rein und hatte auf der Hälfte bereits an aufgeben gedacht. Schwimmen lag mir im Wettkampf überhaupt nicht, aber ich habe meinen miserablen Schwimmstil durchgezogen und ganze 13:10 Minuten gebraucht. Rad wird bestimmt besser…

In der Wechselzone lief dann auch alles Glatt, nur die Schuhe an, Brille und Helm auf und dann ab zum Radstart. Die ersten Meter waren sau kalt, aber der Einteiler wurde schnell trocken und die Strecke hatte ja auch einen Anstieg, da wurde mir wieder warm. Der Schnitt war gut, auf meinem Tacho standen Geschwindigkeiten von weit über 30 km/h, nur am Anstieg ging es weit unter 30. Oben an der Kuppe war der Wendepunkt und dann mit Vollgas in der Aeroposition mit knapp 45 km/h runter. Das hat Spaß gemacht… auch auf den geraden hatte ich eine gute Speed. Am Freibad dann wieder Wendepunkt und das ganze nochmal. Ich hatte ein gutes Gefühl auf dem Rad und kam nach 41:38 Minuten wieder zur Wechselzone, das war ein Schnitt von 33 km/h… das war für mich eine starke Leistung.

Helm runter, Laufschuhe an und es ging in meine Lieblingsdisziplin. Das Laufen ging richtig gut und ich hatte eine Pace unterhalb der 4:30. Über 5 km sollte ich diese Pace auch locker halten können. Da auch das ein Wendepunkt lauf war konnte ich meinen Bruder auf der Laufstrecke wieder kurz sehen. Auf der letzten Runde Richtung Ziel habe ich dann die Pace sogar noch erhöhen können, zum Teil unter 4:00 min mit einem Abschlusssprint zum Zieleinlauf. Nach 21:53 stoppte die Uhr was eine Durchschnittszeit von 4:22 min entsprach, völlig OK und ich freute mich den Wettkampf mit einer Gesamtzeit von 1:16:52 zu absolvieren.

Immerhin Platz 9 in meiner Altersklasse, trotz völlig verkackten Schwimmen (sorry für den Ausdruck). Mein Bruder, selbe AK, hat sich den Platz 1 gesichert. Ich hatte nur die bessere Laufzeit von uns beiden, im Schwimmen und Radfahren ist er einfach viel besser als ich – mal sehen ob ich ihn irgendwann mal schlagen kann…

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