Laufbericht Halbmarathon Hannover

Ich bin Freitag nach der Arbeit nach Hannover gefahren um mich mit meinem Bruder zu treffen, wir wollten gemeinsam unsere Startunterlagen zum Halbmarathon abholen. Es war unser erster gemeinsamer Lauf – auch wenn wir unterschiedliche Zeiten anpeilten. Er wollte so um die 1:55 und ich wollte auf jeden Fall unter 1:45 Stunden. Aufgrund der vielen Disziplinen von Kinderlauf, 10 km Lauf, Skaten, Halbmarathon und Marathon mit bis zu 18000 Teilnehmern empfiehlt es sich die Startunterlagen früh genug abzuholen.

Am Sonntag früh bin ich dann rechtzeitig aufgestanden um nach dem Frühstück (Müsli mit Obst und Quark) noch mal auf Klo gehen zu können – für das große Geschäft, nichts ist schlimmer als beim laufen zu müssen – das kleine Geschäft geht ja immer…

Mit dem Zug bin ich nach Hannover gefahren und habe mich am HBF mit meinem Bruder getroffen. Noch ein Müsliriegel und ganz hinten zum Startblock. Da ich noch keine Zeit hatte musste ich eh in Startblock „D“. Aufgefallen waren mir schnell die Läufer mit einem gelben Ballon – die sogenannten Pace Läufer. Auf dem Ballons stand beispielsweise die Zeit 1:45 h, dann weiß man welche Zeit man schaffen würde, wenn man den Läufer noch überholt.

Der Startschuss kam und der erste Lauf mit meinem Bruder began, allerdings im Schneckentempo – so voll war das. Bis sich hier alles in Bewegung setzte dauerte. So konnte ich mich in Ruhe von meinem Bruder verabschieden und wir wünschten uns jeweils viel Erfolg. Es dauerte knapp fünf Minuten bis wir über die Startlinie kamen und dann noch mal so knapp 3 Kilometer bis man ausreichend Platz zum laufen hatte. Ich war schnell im schnellen Laufschritt drin, so um die 4:30 min. Ob das nicht zu schnell war, aber es fühlte sich gut an.

Die Stimmung an der Laufstrecke war noch viel besser als beim Nachtlauf, gerade auf der Hildesheimerstraße Richtung Aegi – da konnte man gar nicht langsam laufen. Am Aegi selbst war es dann von der Strecke her eng und durch die ganzen Zuschauer fühlte man sich wie ein berühmter Sportler – war geil. Und in den Häuserschluchten von Hannover immer wieder Kinderhände zum abklatschen…

Das Wetter war sonnig und warm – vielleicht zu warm für meine Bekleidung. Aber an den Getränkestationen habe ich nicht angehalten, ich wollte keine Zeit verlieren und konnte eh nicht aus einem Becher im Laufschritt trinken – da schwappte alles über und bei 20 km ist das auch nicht so schlimm, das habe ich im Training auch geschafft.

Auf der zweiten Hälfte merkte ich schon das ich zu schnell angefangen habe und so wurde die 2. Hälfte von der Pace her langsamer. Ging hoch bis auf 5:45 min und die Beine taten echt schon weh… aber egal, noch lag ich in der Zeit. Die letzten Kilometer zogen sich wie Kaugummi und als ich endlich auf der Zielgeraden war habe ich versucht noch mal alles zu geben – 1:41:20 – Yeah – geile Zeit.

Mein Bruder kam weit hinter mir rein – blieb aber auch unter 2 Stunden.

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