Ab jetzt wird Laufen zur Leidenschaft

Anfang Januar war ich mit meinem Kollegen in Hamburg auf einer Schulung, da die Schulung 5 Tage ging hatte er mich überredet meine Laufsachen mit einzupacken. Wir waren zwei Mal zum Schaulaufen an der Alster… selbst im kalten Januar war es recht voll auf dieser sehr schönen Laufstrecke.

Ich glaube ab da hat mich das Lauffieber erwischt, auch zuhause bin ich fast jeden zweiten Tag laufen gegangen – bei Schnee, Regen und Gegenwind. Ich hatte mir eine Stirnlampe für die dunklen Abende gekauft und bin einfach immer laufen gegangen. Als reiner Freizeitläufer war ich unterwegs, mit meinen alten Turnschuhen, meiner Runtastic App und nichts weiter… keine Pulsmessung, kein wirkliches Ziel aber mit einer neu entdeckten Leidenschaft.

Die Strecken wurden länger, die Pace wurde besser – aber von GA1, GA2 und so wusste ich nichts und habe eigentlich immer nur Tempo gemacht. Zu dieser Zeit hatte mein Bruder sich auf seinen ersten Halbmarathon im April 2014 vorbereitet – ebenfalls mit der Runtastic App. Schnell waren wir über Runtastic befreundet und konnten sehen wann und wie der andere Sport macht. Für gemeinsamen Sport wohnen wir zu weit auseinander. Mein Bruder trainierte mit Pulsmessung, Trainingsplan und alles was dazu gehört – er hatte in seiner Jugend mal Triathlon gemacht – war daher wohl professioneller als ich was das Anging. Allerdings war er nicht so schnell wie ich, bedingt durch seine körperliche Statur – eine Riesenbaby mit reichlich Kraft und Gewicht.

„Halbmarathon“ – das klang so professionell, aber das war noch nichts für mich – ich war ja nur ein Freizeitläufer… bis ich am 29.03. einen so guten Lauf hatte, dass ich diesen bis zur Halbmarathon Distanz ausgeweitet hatte – 21,04 km in 1:55:30! Da hatte ich meinen Bruder aber geärgert… Er trainierte für eine Zeit von 2 Stunden – und dann war ein Freizeitläufer ohne Plan schneller als er.  Man muss dazu wissen, dass wir immer versuchen besser als der andere zu sein. Brüderrivalität auf freundliche Art und Weise.

Allerdings wollte ich weiter nach Gefühl laufen und nicht nach Puls – auch wenn mein Bruder zu mir meinte, dass ich mit einem gezielten Training schneller werden könnte.

Inspiriert durch meinen Bruder kaufte ich mir aber endlich neue Laufschuhe. Ich war im Sportgeschäft und analysierte meine Laufstil, um den richtigen Schuh auszuwählen. Die Wahl fiel letztendlich auf den Nike Free 5.0 – da ich noch leicht mit der Ferse aufkomme. Mit der Zeit habe ich mir den Laufstil über den Mittelfuss angewöhnt – der Nike Free passt hier perfekt.

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